Machbarkeitsstudie

Der Gemeinderat der Stadt Rastatt hat im Juli 2017 beschlossen, „zur Sicherung der PKW-Produktion im Mercedes-Benz Werk Rastatt eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen, die die verkehrlichen Belange der Werkserschließung und die Ausweisung von Industrieflächen in Werksnähe untersucht.“

Mit der Erstellung der Studie im Auftrag der Stadt Rastatt wurde das Büro IUS Weibel & Ness GmbH (Landschaftsplaner, Ökologen, Umweltgutachter) aus Heidelberg betraut. Das Ergebnis soll als Grundlage für die Entscheidung im Gemeinderat am 17. September 2018 dienen, ob und für welche Flächen eine Bauleitplanung eingeleitet werden soll.

Aufgrund der Vielzahl an zu klärenden Fragen, hatten sich die Stadt Rastatt und die Daimler AG entschieden, die Machbarkeitsstudie in einem Dialogprozess mit den relevanten Akteuren gemeinsam zu erarbeiten. Ziel war ein transparenter Prozess, der frühzeitig Hinweise und Anregungen der betroffenen und beteiligten Akteure einspeist, Fragen klärt und für alle Beteiligten eine gute Lösung anstrebt.

Die Inhalte der Studie sind von September 2017 bis Juli 2018 in einem intensiven Dialogprozess mit Umwelt- und Naturschutzverbänden, Nutzern, Behörden, öffentlich-rechtlichen Trägern der Regionalplanung und Nachbarkommunen erarbeitet worden. Dabei war eine maximale Verdichtung auf dem bestehenden Werksgelände Voraussetzung, um den Umfang an neuen Industrieflächen möglichst zu reduzieren. In den Diskussionsrunden und Arbeitsschritten ging es um eine ergebnisoffene Untersuchung der folgenden Optionen:

  • Fläche im Südosten des bestehenden Werkes
  • Fläche im Süden des bestehenden Werkes
  • Fläche am südlichen Stadteingang
  • Oberes Bauland westlich der Autobahn
  • Fläche in Kuppenheim/ Rastatt östlich der Autobahn
  • Verdichtung auf dem bestehenden Werksgelände.

Am 19. Juli 2018 wurde der Entwurf der Machbarkeitsstudie dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung präsentiert (zur Präsentation). Als Ergebnis der Studie liegt ein Kompromissvorschlag  vor.

Er erhielt lobende Worte von allen Prozesspartnern und vom Gemeinderat. Eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger fand am 24. Juli statt. Die finale Entscheidung zur Machbarkeitsstudie fällt der Gemeinderat nach der Sommerpause.